Überblick von Der Stadt Prag und der Moldau

Prag entdecken!

Über den Dächern Prags auf den Berg Petřín

Ich war letzte Woche mit meinen Freund spontan für drei Tage in Prag. Spontan deswegen, da es nicht geplant war, in den Semesterferien zusätzlich zum Skiurlaub noch einmal wegzufahren und wir erst in den Weihnachtsferien zufällig auf ein tolles Hotelangebot gestoßen sind, welches wir nach kurzem Überlegen noch am selben Tag gebucht haben. Für manche klingt es vielleicht nicht ganz so spontan – für uns war es der spontanste Urlaub, den wir je gebucht haben. Sonst schauen und vergleichen wir immer 2-3 Wochen, bis wir uns für etwas Endgültiges entscheiden. Außerdem war es nicht geplant, nach Prag zu fahren – sowohl beim Berlin Urlaub als auch bei der London Reise wusste ich schon lange, dass ich diese Städte einmal Besuchen will. Jetzt ist nur mehr Paris ausstehend – aber Prag hatte ich gar nicht auf dem Schirm. Umso mehr hat mich diese Stadt überrascht und positiv beeindruckt. Prag ist eine wunderschöne, romantische Stadt – hat sogar drei U-Bahnlinien (was ich zuvor nicht wusste) – und hat eine schön gewachsene Altstadt mit tollen alten Gebäuden und engen Gassen, da Prag (zum Glück) in den Kriegen nicht zerstört wurde.

Nahaufnahme eine Blüte in Prag

Ohne Erwartungen haben wir uns mit einem Marco Polo Reiseführer die Stadt angesehen und ich war begeistert. Prag hat viele Türme und einige Sehenswürdigkeiten – die typischen Touristen-Attraktionen sind auch im Reiseführer zu finden. Ich möchte euch nun meine persönlichen Highlights von Prag zeigen!

Pflastersteine

Wo man nur hinsieht findet man in Prag – ob als Gehwege oder Straßen – in verschiedenen Mustern Pflastersteine. Noch nie habe ich so viele Muster auf dem Boden gesehen wir in Prag. Meistens zweifärbig, ob Streifen, Zickzack oder Vierecke – man findet die Pflastersteine überall in verschiedenen Größen. Gutes Schuhwerk ist gefragt, da die teilweise sehr glatten Steine ziemlich rutschig werden können – vor allem wenn es schneit (was bei uns der Fall war, dazu aber später mehr). Gäbe es noch „Wetten dass..?“, wäre es eine spannende Wette, die Straßen nur anhand der Musterung der Pflastersteine zu erkennen. Die Altstadt von Prag mit seiner Pflasterung gehört zum denkmalgeschützten UNESCO Weltkulturerbe.

Zickzackmuster aus Pflastersteinen in Prag
Schöne Muster aus Pflastersteine in Prag
Schiffsmuster aus Pflastersteinen in Prag

„Trdelnik“

…oder auch Baumkuchen genannt, gibt es dort auf den Straßen wie bei uns Würstel- oder Döner-Stände. Und was gibt es besseres als Baumkuchen? Ich bin ein großer Fan von Baumkuchen, selbst am Christkindlmarkt oder beim Neustifter Kirtag bin ich die erste, die an der Schlange für einen Baumkuchen steht. In Prag wird der Trdelnik an manchen Ständen über Holzkohle gebacken. Der Baumkuchen ist eine Süßspeise, dabei wird Teig um eine Rolle gewickelt und je nach Wunsch mit Vanillezucker, Zimt oder Mandeln bestreut. Nach dem Backen wird das Gebäck von der Rolle gezogen, übrig bleibt eine Art Rindenteig – innen ist es hohl und kann nach Wunsch mit Nutella bestrichen werden.

Baumkuchen auf Kohle gebacken
Beim leckeren Baumkuchen essen

Über den Dächern

Prag hat viele Möglichkeiten, die Stadt von oben zu bewundern. Ob auf dem Pulverturm, auf den Türmen der Karlsbrücke, der Burg oder auf dem Eiffeltürmchen – hoch oben sieht man über die ganze Stadt. Generell besuchen mein Freund und ich seltener Museen, sondern nützen jede Gelegenheit um hoch hinauf zu kommen.

Überblick von Der Stadt Prag und der Moldau
verschneite Dächer und verwinkelte Gassen in Prag
Ausblick über Prag mit der Burg

Türme, Kirchen & Treppen

Was das angeht, kann man in Prag nicht genug davon bekommen, denn an Kirchen und Türmen hat Prag einiges zu bieten. Mit dabei auch Treppen und Stufen bis zum Umfallen, wer einen Aufzug sucht, sucht vergeblich. Wir selbst sind neben den vielen Fußmärschen, wie zum Beispiel den Weg auf den Ptřin (Prags Hausberg), über 1000 Stufen gestiegen.

Treppen steigen auf dem Weg zur Prager Burg
Treppen auf dem Weg auf den Petřín

Wetter

Manche würden es als Pech bezeichnen, ich finde wir hatten Glück – denn an einem Tag hatte es geschneit und so große Flocken habe ich sonst noch nicht in der Stadt erlebt. Innerhalb kürzester Zeit war ganz Prag mit Schnee bedeckt und es war wunderschön. Genau an diesem Tag haben wir uns bei der Burg die Wachablöse angesehen. Die Uniform der Wache besteht aus dicken Fellmützen und erinnert sehr an den Kommunismus. So eingeschneit habe ich mich wie mitten in Russland gefühlt. Am nächsten Tag hat schon wieder total die Sonne geschienen und oben auf den von uns besuchten Türmen hatten wir einen schönen weiten Blick über Prag. Ich hatte die Möglichkeit, die Stadt bei Nacht, von Schnee bedeckt und bei strahlendem Sonnenschein zu bestaunen und es war toll.

Blick über Prag bei Schnee
Wachablose bei der Prager Burg bei Schnee
Blück über Prag bei Nacht

Teynkirche

Das Gebäude was mich am meisten beeindruckt hat, war die Teynkirche, ein prächtiges altes Gebäude. In meinen Augen sieht es fast aus wie ein Schloss, so hätte ich mir auch mein Traumhaus vorgestellt wenn ich zu der damaligen Zeit gelebt hätte.

Überblick über Prag und Teynkirche
Teynkirche bei Schnee

Rathausuhr

Das Rathaus am Altstädter Ring mit seiner Astrologischen Uhr wird von den vier größten Gefahren der Menschheit der damaligen Zeit umrahmt. Das waren: der Geizhals, mit seinem Geldbeutel, der Tod, dargestellt durch ein Skelett, welches eine Sanduhr hält, der Türke, der mit Kriegen droht und die Eitelkeit, die einen Spiegel in der Hand hält. Als wir vor dem Rathaus standen und das im Reiseführer gelesen haben, haben wir herrlich darüber gelacht und uns darüber unterhalten, wie schlimm das ist, in der heutigen Zeit sowas zu hören. Der Türke als eine der größten Gefahren neben dem Tod, der Eitelkeit und der Habgier in einem Bild. Hört sich witzig an, im Kontext mit den damaligen Türkenkriegen aber verständlich.

Astronomische Uhr und vier Gefahren am Rathaus

Karlsbrücke und Moldau

Die Karlsbrücke ist wohl die bekannteste Sehenswürdigkeit in Prag. Sie ist auch wirklich sehr beeindruckend. Von der Karlsbrücke aus hat man eine sehr schöne Sicht und ein tolles Panorama auf die Burg, sowie auf die Moldau. Die Moldau ist für uns nicht unbekannt, da wir im September immer auf der Moldau Kanufahren sind – jedoch noch nie auf diesem Abschnitt. Umso mehr hat uns die Landschaft mit dem durchfließenden Fluss gefallen. Straßenkünstler müssen sich eine Lizenz durch eine Jury bei einem Wettbewerb verdienen, um auf der Brücke ihre Tätigkeit auszuüben. Am beeindrucktesten war eine Prager Jazzband mit ihren selbst (um)gebauten Instrumenten, deren CD wir schlussendlich auch gekauft haben.

ick über Prag. Moldau und Karlsbrücle
Musiker auf Karlsbrücke mit selbst umgebauten Instrumenten
Karlsbrücke mit Blick auf Burg
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